Im Zuge des Austausches einiger verwitterter Fensterbänke auf der Rückseite des Gebäudes wurden wir von den Eigentümern gebeten uns die Vorderseite auch genauer anzuschauen und ein Sanierungskonzept zu erstellen.

Feststellbar waren neben einiger kleinerer Schäden, mehrere stark verwitterte Fensterbänke im Obergeschoß, ebenso ein fast vollständig verwittertes und " im Lager" aufgegangenes Gurtgesims zwischen Erd und Obergeschoß, sowie verwitterte Verkleidungen im Sockelbereich.

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Einige Teile waren so stark verwittert, daß lose Teile auf die Straße zu fallen drohten.

In der Bauphase wurden wie damals üblich, regionale Steinbrüche genutzt, die Druckfestigkeit und Beständigkeit wurden damals eher weniger beachtet, wichtig waren kurze Transportwege.

Die schlechten bauphysikalischen Eigenschaften der verwendeten Materialien waren hier die Hauptursache für die Verwitterung.

 

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Im Zuge eines für Dacharbeiten erstellten Gerüstes, wurden lose Teile vorerst gesichert und ein Aufmaß samt Schadenskartierung  für die Angebotserstellung erstellt.

Diese Schadenskartierung war zusammen mit dem Angebot die Grundlage eines Förderantrages bei der Stadtverwaltung.

 

Auf Grund der zu erwartenden Kosten, wurde von vornherein eine Durchführung der Maßnahme in 2 Bauabschnitten vorgesehen.

Bauabschnitt 1 umfasste alle Arbeiten für die ein Schwerlastgerüst erforderlich und die Gefährdung durch herabfallende Steinteile am größten war.

Im Bauabschnitt 2 sind alle Arbeiten  im Sockelbereich vorgesehen für die kein Gerüst erforderlich ist.

 

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Nach Auftragserteilung wurden fertigten wir von allen zu ersetzenden Bauteilen Detailzeichnungen und Schablonen, welche dann im Steinbruch verarbeitet und die neuen Bauteile versetzfertig vorbereitet wurden.

Für den Austausch wurde roter Maintäler Sandstein verwendet, welcher auf Grund seiner Feinkörnigkeit und Farbe dem Ursprungsmaterial am besten entspricht, weiterhin ist dieses Material auf Grund seiner hohen Druckfestigkeit bestens geeignet.

Die Versetzarbeiten wurden dann unter unserer Leitung und der Mithilfe eines Versetzteams unseres Lieferanten durchgeführt.

 

Hier einige Impressionen

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Auf Grund der beengten Platzverhältnisse vor Ort, konnten keine Materialien dort gelagert werden, es wurden täglich,  die zum Einbau vorgesehenen Bauteile zur Baustelle transportiert.

Es standen lediglich 3 gesperrte Parkplätze auf der gegenüberliegenden Straßenseite zur Verfügung. Kurzfristig musste die Straße dann für wenige Minuten gesperrt werden wenn Bauteile in das Gerüst mittels unseres Fahrzeugkrans gehoben wurden.

 

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Während des Einbaus der neuen Teile , stellten wir fest, daß die vorhandene Backsteinfassade mit offenen Fugen,  keine ausreichende Verankerung in der mit der dahinterliegenden tragenden Wandkonstruktion hatte, die Sandsteinteile waren die Verbindung zwischen Backsteinfassade und Mauerwerk.

Auf unsere Empfehlung hin wurde durch den Eigentümer dann eine vollflächige Verfugung der Backsteinfasssade bei einer Baufirma in Auftrag gegeben, bisher waren die Fugen ca 1/3 der Steintiefe offen und der verwendete Kalkmörtel ungeschützt.

Mit diesen Maßnahmen konnte die Stabilität der gesamten Fassade sichergestellt werden.

 

Abschließend wurden dann noch einige Abplatzungen mittels Natursteinvierungen beseitigt und mehrere Risse in verschiedenen Teilen verschlossen und gesichert. Auch wurden alle Eisenbeschläge in den Fenstergewänden entfernt und die Öffnungen mit Vierungen verschlossen.

 

Hier noch Bilder nach Abschluß des ersten Bauabschnittes.

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